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Wie erstelle ich eine Präsentation? – Ein Livemitschnitt

Am 28. und 29. Juni findet hier in Hamburg die SEACON 2010 statt. Die Trivadis ist nicht nur als Aussteller vor Ort, sondern ich habe auch noch das Vergnügen einen Vortrag halten zu dürfen. Mein Vortrag hat auf den ersten Blick gar nichts mit Softwareentwicklung im weitesten Sinne zu tun. Und es freut mich daher besonders, dass der Fachbeirat dieses Thema ins Programm genommen hat. Wie erwähnt ist der Vortrag etwas „aus der Art geschlagen“, dennoch geht es um ein Thema, das uns (fast) alle betrifft.
Der Titel: „Du bist Designer! – Wie gutes Design die Aussagekraft von Informationen erhöht“

Damit Ihr Euch einen Eindruck machen könnt, hier das passende Abstract:

Tag für Tag ist er gefordert: Der Designer in uns. Wir müssen Textdokumente schreiben, Tabellenkalkulationen erstellen und Power Point Präsentationen ausarbeiten. Für all dies gibt es Vorlagen im Unternehmen, aber spätestens wenn es ans Whiteboard geht, sind wir auf uns allein gestellt. Und wenn wir ehrlich sind, dann helfen uns auch die Unternehmensvorlagen nicht immer weiter. Gutes Design ist dabei weit mehr als bloße Dekoration. Es unterstützt die Aussagekraft der Informationen. Ziehen Sie einen Schlussstrich unter undurchsichtige Textdokumente, wirre Zahlenansammlungen in Tabellenkalkulationen und hässliche Power Point Präsentationen. In diesem Vortrag lernen Sie, wie Sie durch die Beachtung einfacher Designprinzipien Ihre Informationen ansprechender und klarer darstellen. Lernen Sie, dass Sie kein Design studiert haben müssen, um kreativ zu arbeiten. Lassen Sie den Designer raus und erleben Sie eine interaktive Geschichte über hilfreiches und sinnvolles Design in Ihrem (Unternehmens-)Alltag.

Nun möchte ich mit diesem Artikel nicht ausschließlich Werbung für meinen Vortrag machen, sondern eigentlich über den Erstellungsprozess meiner Präsentation berichten. Wer in der jüngeren Vergangenheit eine Präsentation von mir gehört hat, der wird feststellen, dass ich meine Inspiration eher hier, hier und hier beziehe als beispielsweise hier.

Die Frage, die ich dann oft bekomme, ist: „Wie kommst Du eigentlich immer auf diesen ganzen Kram?“.

Und genau diese Frage möchte ich mit dieser Artikelreihe beantworten. Es geht um den Erstellungsprozess meiner SEACON – Präsentation. Der nachfolgend beschriebene Prozess ist typisch für meine Vortragsvorbereitung. Sicherlich variiert er von Vortrag zu Vortrag, aber im Großen und Ganzen läuft es immer so ab, wie in diesem und den folgenden Artikeln beschrieben. An dieser Stelle sei allerdings auch angemerkt, dass der hier beschriebene Prozess keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt. Über Eure Erfahrungen und Ideen freue ich mich wie immer in den Kommentaren.

Schritt 1 – Kernaussage und Thema

Diesen ersten Schritt habe ich bereits erledigt als ich den Vortrag eingereicht habe. Wäre dies nicht der Fall gewesen, so wäre die Entwicklung eines Themas und einer damit verbundenen Kernaussage in jedem Fall die erste Aufgabe, die es zu erledigen gilt. Dies ist zwingend notwendig, um einen klaren Rahmen für die zukünftigen Aufgaben zu schaffen.
Mein persönlicher Tipp: Führt Euch die Kernaussage Eures Vortrags während der gesamten Vorbereitungsphase immer wieder vor Augen und prüft, ob das, was ihr euch gerade ausgedacht habt, diese Kernaussage unterstützt. Ist dies der Fall, dann seid ihr auf dem richtigen Weg. Ist dies nicht der Fall, dann schmeißt das eben entwickelte aus dem Vortrag heraus. Kleiner Wermutstropfen: Dieses Vorgehen ist zu Beginn recht einfach, wird aber umso schwieriger, je weiter ihr in der Vorbereitung voranschreitet.

Schritt 2 – Themensammlung

Als aller ersten Schritt starte ich zunächst mit einer Themensammlung. In diesem konkreten Anwendungsfall kenne ich mich recht gut mit dem Thema aus und weiß in groben Zügen über was ich sprechen möchte. Daher fällt mir eine erste Sammlung der Themen recht leicht.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich wesentlich produktiver bin, wenn ich Tätigkeiten, wie die solche, nicht am Rechner erledige, sondern mittels Post-Its (nein, ich bekomme keine Provision von 3M) und „echten“ Stiften.

Zu erst beginne ich damit die groben Themenblöcke, die ich bearbeiten möchte, aufzulisten. Wichtig dabei ist, dass man zunächst einfach alles aufschreibst, dass einem in den Sinn kommt. Also eine Art Brainstorming mit sich selbst. In einem zweiten Schritt bringe ich die eben geschriebenen Post-Its in eine vorläufige Reihenfolge und schmeiße diejenigen Themenblöcke raus, die schon jetzt keinen Sinn ergeben. Nach dieser ersten Aktion sah es bei mir so aus:

Danach geht es darum ein paar Details hinzuzufügen. Auch hier ist es eine Art Brainstorming mit mir selbst. Ich schreibe zu jedem Themenblock ein paar Stichworte auf, die das Thema detaillieren. An Themenblöcke bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie einen Mehrwert für die Präsentation ergeben, klebe ich ebenfalls ein Post-It mit einem entsprechenden Vermerk. Auch hier das Ergebnis in einem Bild:

Was ich nun habe ist ein erster Entwurf meiner Storyline. Der Entwurf gibt mir einen groben Rahmen vor, in dem ich bewegen werde. Dieser Rahmen ist wichtig, damit ich fokussiert auf das angestrebte Ziel hinarbeiten kann und gibt mir eine entsprechende Richtung für den nun folgenden Schritt 3 – gezielte Recherche.

…to be continued

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