Wie Ihr am Titel merkt, ist die Versprechung “Live” leider nicht mehr ganz zu erfüllen. Trotzdem möchte ich diese Artikelserie weiter fortführen, um den Enstehungsprozess meiner SEACON-Präsentation etwas näher zu beleuchten. Aus Livemitschnitt wird also eine zeitversetzte Übertragung.
Den ersten Teil dieser Artikelserie findet Ihr übrigens hier: Wie erstelle ich eine Präsentation? – Ein Livemitschnitt
Schritt 3 – Gezielte Recherche
Spätestens nachdem ich im Rahmen von Schritt 1 (Kernaussage) und Schritt 2 (Themensammlung) das grobe Gerüst festgelegt habe, gehe ich auf eine gezielte Suche nach Quellen und Inspirationen. Diese finde ich meist in Büchern und in Blogeinträgen.
Für die Verwaltung der Informationen, die ich im Netz finde, verwende ich Delicious. Alle Einträge, die ggf. relevant sind, versehe ich mit einem eindeutigen Tag (hier: dubistdesigner), um sie später wiederzufinden. Für die Netzrecherche verwende ich drei Ausgangspunkte:
- Google
Ich “google” einfach Begriffe, die ich bereits in meiner Themensammlung verwendet habe, und schaue, ob ich etwas relevantes finde. - Meine bestehenden Bookmarks
Als aktiver RSS-Konsument habe ich eine ganze Reihe von Einträgen bereits mit einem Lesezeichen versehen. Diese gilt es nun nochmals zu scannen und die für die Präsentation relevanten Einträge heraus zu filtern. - Blogrolls und Links
Ich folge Blogrolls und Links auf Seiten, die relevante Einträge für mich bereit halten. Die Annahme hierbei ist, dass sich Autoren, die mir interessante Informationen bereit stellen, in einem Netzwerk von Gleichgesinnten bewegen.
Es entsteht während der Recherche eine große Liste aus Büchern und Links. Noch wichtiger als der bloße Inhalt ist allerdings, dass man während dieser “Reise” Eindrücke, Ideen und Inspirationen für den eigenen Vortrag sammelt.
Dieser Schritt 3 zieht sich unter Umständen über mehrere Wochen hin – je nachdem wie gut man die Thematik schon kennt – und kann schon nach Schritt 1 (Kernaussage) beginnen. Der Teil Recherche nimmt bei der Vortragsvorbereitung den mit Abstand größten Teil der Zeit in Anspruch.
Ergebnisse der Recherche
Aber nun zu den Ergebnissen meiner Recherche. Die folgende Liste ist bereits die “gekürzte” Fassung und enthält nur Einträge, die ich als besonders Lesens- bzw. Sehenswert erachte.
Bücher
- Presentation Zen (Garr Reynolds – New Riders – 2010)
Das erste Buch von Garr Reynolds, in dem er in sehr lesenswerter Weise darstellt warum es sich lohnt Präsentationen mal anders zu halten. - Presentation Zen Design (Garr Reynolds – New Riders – 2010)
Während Garr Reynolds in seinem ersten Buch das Warum beschrieben hat, zeigt er in seinem zweiten Buch das “Wie”. - Slidology (Nancy Duarte – O’Reilly – 2008)
Nancy Duarte geht mit ihrem Buch in dies selbe Richtung wie Presentation Zen Design. Die Inhalte doppeln sich nicht kaum in ihrem Inhalt, sondern ergänzen sich sehr gut in der Tiefe der Betrachtung der einzelnen Themen. - Universal Principles of Design (William Lidwell, et al – Rockport – 2010)
Dieses Buch zweigt 125 Designprinzipien inklusive Beispiele. Hierei werden nicht nur Druck- und Bildschirmwerke betrachtet, sondern unter anderem auch Flugzeuge, Häuser und Brücken. - The Back of the Napkin (Dan Roam – Portfolio Hardcover – 2008)
Mit Bildern Probleme lösen und Ideen verkaufen. Das ist der Untertitel dieses Buches von Dan Roam. Sie lernen hier zwar keine Zeichentechniken, aber sie lernen welche Methoden beim Zeichnen angewendet werden können und warum es nicht so wichtig ist wie gut man zeichnen kann. - The Non-Designer’s Design Book (Robin Williams – Peachpitt Press – 2008)
Aus meiner Sicht das absolute Standardwerk für jeden Nicht-Designer – zumindest für mein Präsentationsthema. Robin Williams behandelt Designprinzipien, Schriften und Farben. Also alles was man als guter (Nicht-)Designer braucht.
Artikel und Blogs im Web
- www.designguide.at
Sehr gute Seite mit viel Wissenswertem zum Thema Design. Speziell auf das Thema Logodesign ausgerichtet. - Farben haben in unterschiedlichen Kulturkreisen unterschiedliche Bedeutungen
Blogartikel auf “Sticky slides” über Farben und ihre Bedeutungen - Projekt “99 Designs”
Sehr interessantes Community-Projekt, in dem man Designaufträge an eine Vielzahl von Designern vergeben kann. Crowdsourcing man anders - “And then there was salsa”
Dieser Video von vimeo hat eigentlich nichts mit meinem Vortrag zu tun, hat mich während der Recherche aber so beeindruckt, dass es hier erwähnt werden muss. - Schriften als Wiederholungselement
Interessanter Blogartikel von Designtagebuch über die Bedeutung von Hausschriften. - “Anatomie der Buchstaben”
Grundlagenwissen zum Thema Typografie. Zusammengestellt vom Designtagebuch. - 39 Beispiele für herausragende Werbung
Die ist Design mit künstlerischen Elementen. Hat eigentlich wenig mit der Kernaussage des Vortrags zu tun, hat mich aber sehr amüsiert und möchte Euch dies nicht vorenthalten.
Mit den gesammelten Ergebnissen heißt es nun das erstellte Grobgerüst zu überarbeiten und die ersten Folien zu erstellen.
…to be continued
