Wie erstelle ich eine Präsentation? – Ein (Live-)Mitschnitt – Teil II

Wie Ihr am Titel merkt, ist die Versprechung „Live“ leider nicht mehr ganz zu erfüllen. Trotzdem möchte ich diese Artikelserie weiter fortführen, um den Enstehungsprozess meiner SEACON-Präsentation etwas näher zu beleuchten. Aus Livemitschnitt wird also eine zeitversetzte Übertragung.

Den ersten Teil dieser Artikelserie findet Ihr übrigens hier: Wie erstelle ich eine Präsentation? – Ein Livemitschnitt

Schritt 3 – Gezielte Recherche

Spätestens nachdem ich im Rahmen von Schritt 1 (Kernaussage) und Schritt 2 (Themensammlung) das grobe Gerüst festgelegt habe, gehe ich auf eine gezielte Suche nach Quellen und Inspirationen. Diese finde ich meist in Büchern und in Blogeinträgen.
Für die Verwaltung der Informationen, die ich im Netz finde, verwende ich Delicious. Alle Einträge, die ggf. relevant sind, versehe ich mit einem eindeutigen Tag (hier: dubistdesigner), um sie später wiederzufinden. Für die Netzrecherche verwende ich drei Ausgangspunkte:

  1. Google
    Ich „google“ einfach Begriffe, die ich bereits in meiner Themensammlung verwendet habe, und schaue, ob ich etwas relevantes finde.
  2. Meine bestehenden Bookmarks
    Als aktiver RSS-Konsument habe ich eine ganze Reihe von Einträgen bereits mit einem Lesezeichen versehen. Diese gilt es nun nochmals zu scannen und die für die Präsentation relevanten Einträge heraus zu filtern.
  3. Blogrolls und Links
    Ich folge Blogrolls und Links auf Seiten, die relevante Einträge für mich bereit halten. Die Annahme hierbei ist, dass sich Autoren, die mir interessante Informationen bereit stellen, in einem Netzwerk von Gleichgesinnten bewegen.

Es entsteht während der Recherche eine große Liste aus Büchern und Links. Noch wichtiger als der bloße Inhalt ist allerdings, dass man während dieser „Reise“ Eindrücke, Ideen und Inspirationen für den eigenen Vortrag sammelt.

Dieser Schritt 3 zieht sich unter Umständen über mehrere Wochen hin – je nachdem wie gut man die Thematik schon kennt – und kann schon nach Schritt 1 (Kernaussage) beginnen. Der Teil Recherche nimmt bei der Vortragsvorbereitung den mit Abstand größten Teil der Zeit in Anspruch.

Ergebnisse der Recherche

Aber nun zu den Ergebnissen meiner Recherche. Die folgende Liste ist bereits die „gekürzte“ Fassung und enthält nur Einträge, die ich als besonders Lesens- bzw. Sehenswert erachte.

Bücher

  • Presentation Zen (Garr Reynolds – New Riders – 2010)
    Das erste Buch von Garr Reynolds, in dem er in sehr lesenswerter Weise darstellt warum es sich lohnt Präsentationen mal anders zu halten.
  • Presentation Zen Design (Garr Reynolds – New Riders – 2010)
    Während Garr Reynolds in seinem ersten Buch das Warum beschrieben hat, zeigt er in seinem zweiten Buch das „Wie“.
  • Slidology (Nancy Duarte – O’Reilly – 2008)
    Nancy Duarte geht mit ihrem Buch in dies selbe Richtung wie Presentation Zen Design. Die Inhalte doppeln sich nicht kaum in ihrem Inhalt, sondern ergänzen sich sehr gut in der Tiefe der Betrachtung der einzelnen Themen.
  • Universal Principles of Design (William Lidwell, et al – Rockport – 2010)
    Dieses Buch zweigt 125 Designprinzipien inklusive Beispiele. Hierei werden nicht nur Druck- und Bildschirmwerke betrachtet, sondern unter anderem auch Flugzeuge, Häuser und Brücken.
  • The Back of the Napkin (Dan Roam – Portfolio Hardcover – 2008)
    Mit Bildern Probleme lösen und Ideen verkaufen. Das ist der Untertitel dieses Buches von Dan Roam. Sie lernen hier zwar keine Zeichentechniken, aber sie lernen welche Methoden beim Zeichnen angewendet werden können und warum es nicht so wichtig ist wie gut man zeichnen kann.
  • The Non-Designer’s Design Book (Robin Williams – Peachpitt Press – 2008)
    Aus meiner Sicht das absolute Standardwerk für jeden Nicht-Designer – zumindest für mein Präsentationsthema. Robin Williams behandelt Designprinzipien, Schriften und Farben. Also alles was man als guter (Nicht-)Designer braucht.

Artikel und Blogs im Web

Mit den gesammelten Ergebnissen heißt es nun das erstellte Grobgerüst zu überarbeiten und die ersten Folien zu erstellen.

…to be continued

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